Anti Flag - For Blood And Empire
Nachdem Anti-Flag spätestens mit ihrem letzten Album „The Terror State“ der große Durchbruch gelang erscheint nun das Major-Debüt der wütenden Punks aus den Staaten. Wer befürchtet hat die Band würde durch den Sprung ins Big-Business in irgendeiner Weise Kompromisse eingehen oder ab sofort ein Blatt vor den Mund nehmen täuscht sich. Anti-Flag sind die alten geblieben. Auch musikalisch. Geboten wird nach wie vor moderner, wütender Punkrock mit deutlichen 70s Garagen Rock / Punk Einflüssen und vor allem hohem Hitpotential. Dass man Hits auch mit wertvollen politischen Aussagen ausstatten kann, beweisen die Jungs ausführlich. Schon nach wenigen Durchläufen haben sich die Songs im Gehörgang festgesetzt und der Hörer beginnt lauthals mit in die Luft gestreckter Faust die zahlreichen hymnischen Sing-Alongs mitzugrölen. Anti-Flag liefern also einmal mehr den optimalen Soundtrack zur Anti-Kriegs Demo und WTO-Protesten. Songtitel wie „State Funeral“, „The WTO Kills Farmers“ oder „The Press Corpse“ sprechen eine deutliche Sprache. Etwas untypisch für die Band ist da der Bubble-Gum Punk Song „This Is The End (For You My Friend)“ den man den Jungs aber gern verzeiht. Als Gast hat sich die Band ex-Rage Against The Machine Gitarristen Tom Morello eingeladen um Gitarren zu „Depleted Uranium Is A War Crime“ beizusteuern. In Sachen Punkrock sind Anti-Flag zur Institution geworden, diesen Status wird „For Blood And Empire“ sicher stärken. Wer auf guten wütenden Punk steht kommt an der Platte nicht vorbei. (rg)




