Faust Again - Hope Against Hope
Im Untergrund ist man schon in der Vergangenheit öfter mal über den Namen Faust Again gestolpert. Von allen Seiten war nur Gutes über die Jungs aus Polen zu vernehmen. Jetzt veröffentlicht die Band ihr neues Album das auf jeden Fall das Zeug dazu hat die Band auf ein neues Level zu heben. Stilistisch erinnern Faust Again an Heaven Shall Burn. Metalcore mit deutlichen Wurzeln im Death-Metal, hier und da gibt es latente Black-Metal Einflüsse der musikalischen Art. Neben technischer Perfektion und kompromissloser Brutalität hat die Band jedoch auch reichlich Herz zu bieten. Dies offenbart sich weniger in melodischen Gesängen, die es zwar gibt aber eher eine Nebenrolle spielen, als viel mehr in den sehr guten emotionalen Texten. Da ist es fast schon Schade, dass sie meist wüst herausgeschrieen werden und nur ab und zu clean gesprochen werden. Faust Again erfinden zwar den Metalcore nicht neu, spielen diesen Stil aber auf jeden Fall mit ihrer ganz eigenen Note. Mit amerikanischen Genrekollegen kann man die Band nicht vergleichen. Sowohl was die Arrangements, das Riffing als auch die Melodieführung angeht stehen Faust Again souverän auf eigenen Füßen. Die Band sprüht nur so vor geilen Ideen. Die Songs sind meist nicht vorherzusehen. Langeweile schleicht sich da nie ein. Guter Beleg ist das Akustik/Klavier Instrumental „Dream Of You Is Like Dream Of A Better Day“. Wie gesagt, am ehesten greift noch der Heaven Shall Burn oder Fall Of A Season Vergleich. Sebastian von Fall Of A Season steuert im übrigen Gastvocals bei und produziert wurde die Platte sehr geil im Rape Of Harmonies Studio wo bekanntlich auch Heaven Shall Burn ihre Werke einzimmern. „Hope Against Hope“ ist ein wirklich starkes Metalcore Album, das sicher noch nicht das volle Potential der Band ausreizt aber auf jeden Fall die Metalcore Masse in die Tasche steckt. (rg)




