A.O.K. - Dreilochbegehbar und Herrenrundtauglich
Mit Spaß-Metal ala J.B.O. ist es so ne Sache. So richtig ernst nehmen kann man das nicht. Musikalisch ist es meist sehr dünn und nach dem ersten Schmunzeln ist auch der Witz meist schnell verflogen. A.O.K. sind in diesem Bereich wohl die dienstälteste Band und machten schon Platten als von J.B.O. noch nichts in Sicht war. 2004 feierte die Band ihr Comeback und legt nun mit diesem Album ein neues Werk vor. Enthalten sind 18 Tracks die musikalisch eine erstaunlich hohe Bandbreite abdecken. Das meiste geht in Richtung Thrash mit Punk-Kelle, aber auch vor Death-Metal, Punk oder Dance schreckt die Band nicht zurück. Hauptaugenmerk liegt aber wohl mal wieder auf der Stimulation der Lachmuskeln. Dies gelingt der Band manchmal sehr gut, manchmal mäßig und oft leider überhaupt nicht. Zu viel überdrehter Fäkal/Sexual-Humor. Ein Lächeln konnte mir der „Über den Wolken“ Cover mit Hitler Gesang abringen, ebenfalls ganz witzig ist Lemmy Persiflage „Rockstars oder Motörboot“. Cool ist auch „Marihuana“ bei dem es natürlich ums Kiffen geht, für den Lacher sorgt aber eher die musikalische Umsetzung. Mit einer S.O.D. Coverversion die auf den Namen „Speak Hessisch Or Die“ hört, kann man auch nichts falsch machen. Wirklich vor Lachen auf den Boden geworfen habe ich mich aber nur bei dem Punk/Hardcore-Knaller „Röschenhof“. Alle anderen Songs sind mal mehr, mal weniger witzig aber im Grunde eher durchschnittlich. Ob man diese Art von Nonsens-Mucke gut findet oder nicht bleibt jedem selbst überlassen. Wer´s mag wird hier sicher Spaß haben. (rg)




