Soul Relic - Love Is A Lie We Both Believed
Der Bandname klingt für mich eher nach nem Videospiel oder Actionfilm, aber falsch gedacht, es geht um Gothic Metal aus Finnland. Da denkt man doch spontan an Onkel Ville und ihro infernale Majestät. Und genau da setzen auch die Herren (hihi) von Soul Relic den Kajal an, Gothic Rock mit viel Keyboards, eingängig ohne Ende und natürlich gerne auch lasziv dargeboten. Aber hey, das Poser-Cover geht gar nicht und der Albumtitel ist ja wohl auch Klischee hoch drei. Wo sich HIM vielleicht mittlerweile etwas zu sehr an ihrem erspielten Mainstream-Publikum orientieren und die Gitarren eher verhalten spielen, darfs bei Soul Relic ab und an auch gerne etwas mehr krachen und auch die Keyboardarbeit von Jay Hölli (geiler Name!) ist etwas dominanter und symphonischer als bei HIM. Ansonsten schenken sich die Bands aber nicht viel und es würd mich doch sehr wundern, wenn die Welt darauf gewartet hat. Nichtsdestotrotz ist das alles amtlich, die Band hat schon vor diesem ihrem Debut fleißig die europäischen Bühnen beackert und auch produktionstechnisch Nägel mit Köpfen gemacht: fetter Sound und den Mix hat kein anderer als Hiili Hiilesmaa besorgt, der früher auch schon für Sentenced, The 69 Eyes und – na? genau! HIM gearbeitet hat. (tj)




