Wojczech - Sedimente
Den eingefleischten GrinderInnen dürften Wojczech schon ein Begriff sein, denn schließlich hat die Band in ihrer 10 jährigen Geschichte schon in den entlegensten Winkeln der Welt gespielt und zahllose Split-EPs veröffentlicht. Nun kommt jedenfalls das erste Full Length auf bei Selfmadegod Records, heraus und das Scheibchen hat es in sich: 11 Songs in 23:58 Minuten!! Direkt zu Anfang wird man vom Opener „Krebskult“ förmlich überrollt und am Boden festgewalzt. Ein Blastgewitter de Luxe. Die CD zeichnet sich durch – für Grindverhälstnisse – viel Abwechslung aus. So kommen auch ruhigere und Midtempopassagen zu genüge vor. Neben Grindcore gibt´s fette Deathmetal Riffs, machnmal auch ein wenig Punk. Der Gesang klingt ziemlich krank und verzweifelt und von HC-Shouts bis Gekreische wird alles geboten – natürlich schön kaputt produziert. Die Titel und vermutlich die Texte sind allesamt Deutsch. Der Sound ist ziemlich dreckig und es schraddelt an allen Ecken und Enden. Passt aber sehr gut zu Musik und macht einen guten Teil der Stimmung der Platte aus. Das Cover ist nicht so meins. Es ist schwer zu erkennen was es darstellen soll und sieht in erster Linie aus wie drei Schädel in ner Bratpfanne. Da hätte man sich was besseres einfallen lassen können, denn der Rest überzeugt durchaus und Freunde der extremen Gangart können hier bedenkenlos zugreifen. (jr)




