Becoming The Archetype - Terminate Damnation
Becoming The Archetype aus Atlanta machen sich mit ihrem Debüt auf die monotonen Strukturen im Metalcore bzw. Death Metal aufzubrechen. Sie lösen sich nahezu vollständig aus dem engen Genrekorsett indem sie die verschiedensten Elemente harter Musik in ihren Songs vereinen. Zum einen steckt die Band bis zum hals im traditionellen Death-Metal , zum anderen fließen moderne Metalore Elemente ein. Doch auch cleanen Gitarren, opulenten Keyboardteppichen und Klaviergeklimper steht die Band nicht ablehnend gegenüber. Weiterhin haben die Jungs einen Hang zu komplexen, verschachtelten Songstrukturen wie man sie aus dem Prog-Rock kennt und wissen auch wie man heftige Blastbeats abfeuert. Der daraus entstehende Gesamtsound klingt kein Stückchen nach dem bekannten amerikanische Härte meets europäische Melodie Schema sondern völlig eigenständig. Die überlangen Songs wachsen zu beachtlicher Komplexität heran und technisch liegt das Level ganz oben. In Punkto Melodieführung und Riffing wartet die Band mit einigen spritzigen Ideen auf. Trotz all diesen positiven Aspekten will aus der Platte nicht so recht ein Schuh werden. Oft leiden die Songs drunter, dass sie mit progressiven Elementen überfrachtet werden und nur schwer nachvollziehbar sind. Kein Part will sich so recht im Ohr festsetzen und die Energie wird unnötig an den falschen Stellen herausgenommen. Beispielsweise beinhaltet der 11-Minuten Song „Elegy“ einen minutenlangen Klavierpart der an dieser Stelle einfach fehl am Platze ist. Zu allem Überfluss folgt dem mit „Night´s Sorrow“ ein recht langweiliger Instrumentaltrack der aus Akustikgitarrengeklimper besteht. Hier macht sich schnell Langeweile breit. Dennoch, in der Band schlummert ohne Zweifel großes Potential. Wenn dies beim nächsten Mal in schlüssigeres und zielgerichteres Songwriting kanalisiert werden kann dürfte das Ergebnis großartig sein. (rg)




