Nodes Of Ranvier - The Years To Come
Metalcore ist per Definition eine Mixtur aus Metal und Hardcore. Früher bekamen Bands wie Earth Cirisis oder All Out War diese Bezeichnung angeheftet. Heute ist daraus ein eigenes Genre gewachsen. Auch Nodes Of Ranvier können eindeutig diesem Genre zugeordnet werden. Entgegen viele Genrekollegen klingen sie jedoch eine Stückchen eigenständiger und haben mit dem 0815-Metalcore den man immer öfter zu hören bekommt nur bedingt Gemeinsamkeiten. Die Band klingt anders und weniger trendy ohne jedoch in revolutionärer Weise vom bekannten Kochrezept abzuweichen. Die Band unternimmt gar nicht erst den Versuch sich durch genrefremde Einflüsse oder zu vertraktes Songwriting von der Konkurrenz abzuheben. Die Band tut dies vielmehr durch ihren Sinn für gutes Songwriting und spritzige Ideen. Vielleicht war der Band dabei behilflich sich von Altgedienten Metalbands insirieren zu lassen. Bands wie Metallica oder Slayer scheinen für das eine oder andere Arrangement Pate gestanden zu haben. Diese Einflüsse sind jedoch eher untergründig zu entdecken, da Nodes Of Ranvier zu keiner Zeit wirklich wie die genannten Bands klingen. Die Songs klingen zu keiner Zeit erzwungen, aufdringliche Melodien oder effekthaschende Breakdowns sucht man vergebens. Dennoch ist alles drin und dran, fette Moshparts gibt es reichlich und auch Mut zur Melodie beweisen die Jungs an etlichen Stellen. Doch werden die jeweiligen Elemente nur an Stellen eingesetzt an denen sie den Songs auch wirklich dienen. Das führt dazu, dass man sich „The Years To Come“ etwas öfter anhören muss bis die Scheibe schließlich zündet. Dann erst stellt man die etlichen Feinheiten fest und kann den Tiefgang erfasst. „The Years To Come“ wird dadurch ein ganzes Stück zeitloser als Fast-Food-Metalcore. (rg)




