Ephel Duath - Pain Necessary To Know
Ephel Duath aus Italien wandeln auf sehr unkonventionellen Pfaden. Die Band die entspringt wohl der Black Metal Szene, musikalisch muss man ihre Wurzeln aber am ehesten bei Bands wie Primus, Mr. Bungle, Opeth oder Dillinger Escape Plan suchen. Von Black Metal Raserei kann hier keine Rede sein. Die Band verbindet düsteren Noisecore mit progressievem 70s Drogen-Rock und einer ordentlichen Portion Jazz. Vor allem die Jazz Einflüsse fallen durch die zahlreichen Offbeat Parts besonders auf. Dazwischen schiebt die Band immer wieder verstörende Gitarrenriffs und durchsetzt den Sound mit schrägen Effekten. Das kranke Geschrei von Frontmann Luciano steht eher im Schatten der wirren Soundschnipsel. Insgesamt geht die Band eher ruhig und mit moderater Geschwindigkeit zu Werke. Das Trio verliert sich nie in halsbrecherischen Geschwindikeitsorgien wie das viele ihre Chaos-Kollegen tun. Stattdessen setzt die Band mehr auf Atmosphäre. Aufgrund des scheinbar wirren Songwritings ein schwieriges Unterfangen, das die Jungs aber sehr gut meistern. Obwohl ein Takt kaum länger als ein paar Schläge gehalten wird bevor er wechselt bleibt die Platte überraschend nachvollziehbar. Die Songs beinhalten einige wirklich meisterhafte Momente und selbst nach einigen Durchläufen entdeckt man immer neues. Hier ist aktives Zuhören gefordert. Wer sich die Zeit dafür nimmt bekommt hier eine sehr spannende Scheibe geboten. Sicher nichts für alle Lebenslagen und wer auf Easy-Listening aus ist, sollte lieber die Finger davon lassen. Musikliebhaber die sich gerne fordern lassen sollten sich drauf einlassen. (rg)




