Kate Mosh - It´s 4 a.m. and already hell (EP)
So, nachdem ich sie ja schon im Vorprogramm von Aereogramme kennen gelernt hatte (siehe Live-Review) sind die vier Berliner nun beim schmucken Hauptstadtlabel untergekommen. Und die haben ja bekanntlich ein sehr gutes Händchen für Bands aus deutschsprachigen Landen (siehe Harmful, Cameran, etc.). Als Vorgeschmack auf das Album im nächsten Frühjahr, jetzt also eine 5-Track-EP. Den Bandnamen find ich ja immer noch doof, über den Titel hab ich aber doch sehr geschmunzelt, Wortspiel-Spielstand also 1:1. Limitiert ist das gute Stück zudem und außerdem in ganz liebevoller Verpackung gehalten: CD kommt im Pappschuber, aber hochkant. Der Schuber ist nicht nur außen, sondern auch auf der Innenseite bedruckt, und das Plastiktray, in dem die CD eingelegt ist, ist auf der Rückseite sehr schlicht mit den nötigsten Infos bedruckt. Ach ja, und unter dem Kranz, der die CD hält ist eine Bombe mit brennender Lunte abgebildet. So, und jetzt mal etwas zur Musik. Die ist wirklich schwer zu beschreiben, Sänger Thomas Kastning erinnert mich auch auf Konserve oft an Robert Smith von The Cure und manchmal klingt alles kurz nach Blackmail. Streckenweise ist es einfach nur schön, dann wieder elektronisch oder gar Noise-artig. Beim letzten Song „Ycsu“ kommen sogar Rasseln zum Einsatz! Was aber alle Song gemeinsam haben ist der runde Gesamteindruck, das ist alles wunderbar stimmig und klingt vor allem nach einem: Identität – und das ist ja nicht allzu häufig dieser Tage! Bleibt als Fazit nur: Mission erfüllt, Interesse fürs baldige Album geweckt und ein Schmuckstück fürs CD-Regal produziert. (tj)




