Gojira - From Mars To Sirius
Vergesst am besten gleich mal die Genre-Kategorisierung von oben. Selbst nach dem dritten Durchlauf fällt es mir schwer die Franzosen stimmig in eine Schublade zu zwängen. Da passt dann vielleicht der Bandname auch wieder, Gojira ist nichts anderes als ein der japanische Name für Godzilla, und der macht ja auch fast alles platt. Der hymnische Refrain des Openers „Ocean Planet“ erinnert etwas an Killing Joke, die Riffs deuten aber eher in Richtung Meshuggah. Und der nächste Song „Backbone“ knallt dann auch munter mit Stakkato-Riffs, Grindcore-Passagen und Death Metal-Versatzstücken voll ins gerade mühsam aufgebaute Kategorisierungs-Konzept und legt streckenweise gar Metal Core als Vergleich nahe. Viel wichtiger als eindeutige Benennungen ist hier aber: das Album killt, kopiert niemanden, bietet auch nach mehrmaligem Hören noch viele Überraschungen und hat einen überfetten Sound. Zwischen die, gerne auch mal über siebenminütigen, Songs hat die Band, quasi als Verschnaufpausen, schlau die chilligen Tracks „Unicorn“ und „From Mars“ gepackt. Hier wurden Brutalität, Melodie und Anspruch in eine gelungenes Verhältnis gebracht. Auch das Artwork ist sehr gelungen und der zentrale Wal taucht in Form entsprechender Gesänge immer mal wieder auf dem Album auf. Textlich handelt es sich wohl um ein Konzeptalbum über die Erde, Naturkräfte usw. . So, und jetzt bitte zusammen mit den ebenso genialen Landsleuten Overmars in Deutschland touren! (tj)




