MUCC - Kuchiki No Tou
Das japanische Phänomen der so genannten Visual Kei-Bands kam auf breiter Ebene erst im Mai diesen Jahres auch in Deutschland an. Da spielten Dir En Grey eine Show in der Berliner Columbiahalle, die innerhalb kürzester Zeit ausverkauft war – wohlgemerkt ohne dass sie zu dieser Zeit ein Album auf dem deutschen Markt hatten. Später traten sie dann auch sehr erfolgreich bei Rock am Ring bzw. im Park auf. Der Begriff Visual Kei lässt sich schwer übersetzen, es handelt sich aber um eine Unterart des Rocks, deren meist männlichen Musiker sich alle auffällig (feminin) kleiden, also die visuelle Seite betonen. MUCC gehören wohl auch in die Visual Kei-Ecke und bringen jetzt ihr neues Album auch in Deutschland in die Läden. Die Band existiert bereits seit 1997 und hat in Japan seither vier Alben veröffentlicht und über 600 Konzerte gespielt. Abgesehen von der faszinierenden Sprache (der CD liegt ein separates Booklet mit den deutschen Texten bei) ist auch die musikalische Seite interessant und vor allem vielseitig. Streckenweise sehr im Pop verwurzelt, changiert das Material dann doch wieder in den Rock und streckenweise gar in New Metal-Regionen, wo die tiefergestimmte Gitarre regiert und man ab und zu sogar an die Maskenmänner von Slipknot denkt! (tj)




