Insense - The Silent Epidemic
Im Juni letzten Jahres habe ich an dieser Stelle den Vorgänger "Soothing Torture" besprochen und die Norweger waren fleißig und haben sich gleich an den Nachfolger und ihr insgesamt drittes Album gemacht. Damals hab ich dezente Parallelen zu Mastodon attestiert und die Liga stimmt nach wie vor noch, obwohl Insense eindeutig ihr eigenes Ding durchziehen, aber eben ähnlich abwechslungsreich und versiert vorgehen. Sänger Gitarrist Tommy Hjelm überzeugt wieder mit sehr variablem und kräftigem Gesang, ob nun melodisch singend oder brüllend. Streckenweise würde man wohl zur Zeit ein Metalcore-Schildchen auf die Schublade kleben, Thrash blitz aber ebenso immer wieder auf wie eine nicht zu verleugnende Prog-Schlagseite (hatte ich Mastodon erwähnt?!). Der Opener "Welcome Whore" rifft fies rhythmisch und riesig groovend vor sich hin, überrascht nach ca. drei Minuten mit mehrstimmigem melodischem Gesang und ist gleich mal ein bärenstarker Song. Als weiteres Highlight sei hier noch "Yearning" genannt, das trotz vertrackter Drumarbeit von dem überragenden Drummer Truls Haugen sehr gut ins Ohr geht, einen fast schon hymnischen, melodischen Gesangspart birgt und ab und an mit dem Tribalcharakter an Sepultura erinnert mit dem schwelgerischen Klavierpart gegen Ende aber wieder ganz anders abbiegt und sogar noch mal Gas gibt. Ein erneut sehr starkes Album der Band, dem man ein paar Hördurchläufe gönnen muss, damit es richtig zünden kann. (tj)




