Grave Digger - The last Supper
Jetzt graben sie (mit Pausen) seit über zwanzig Jahren und sind immer noch nicht durch. Aber der Albumtitel verkündet ja vielversprechend ein letztes (Abend-)Mahl, na denn Mahlzeit! Nach einem wirklich sehr gelungenen, leicht asiatisch angehauchten, Intro, gehts los. Der Titelsong kommt nach kurzem Piano-Intro mit einer fetten Gitarre im besten Accept-Sound daher und ist auch erfreulich schleppend (vom Tempo). Natürlich fehlen weder die Genre-typischen Keyboards noch die Bombast-Chöre. Sänger Chris Boltendahl ist zwar ein charismatischer Sänger und alter Hase, das oft und gern eingesetzte Vibrato nervt aber trotzdem ... Mit "Desert Rose" drücken die Grabschaufler dann etwas mehr aufs Gas und riffen eher Judas Priest-artig. Gitarrero Manni Schmidt (Ex-Rage) erweist sich als Bereicherung, "Grave in the no Man´s Land" hätte die Qualitätskontrolle so aber nicht passieren dürfen: ein Teil des Hauptriffs ist frech von Metallicas "Enter Sandman" ausgeliehen! Und auch wenn das alles nicht wirklich meine Musik ist, so ist das Album superfett produziert und macht einen runden Eindruck auf mich. Zusätzlichen Abzug gibts für die Anti-Piraterie-Voice-Over, liebe Plattenfirma: das NERVT! Werte Leser, lasst mich dieses Review mit einem Zitat aus dem Presseinfo beenden: "METAL IS FOR BROTHERS, NOT FOR SISTERS. YOU HAVE TO BE BAD, NOT HORNY" Da fehlen mir echt die Worte! (tj)




