Megaherz - 5
In den Jahren 2001 und 2002 befand sich die Band auf einem (ersten?) Höhepunkt, sie verkauften über 100 000 CDs und waren eine der führenden "Neue Deutsche Härte" Bands. Dann verließ der Sänger überraschend die Band und es wurde lange still um die Jungs. Nach zwei Jahren Sängersuche und Arbeit am neuen Werk ist es nun da und bietet erneut Melodien galore, gepaart mit deutschen Texten und fiesen Gitarren. Als neuer Sänger kam Mathias Elsholz an Bord, der manch einem noch von seiner Ex-Band Twelve After Elf bekannt sein dürfte, die besonders im Münchner Raum eine feste Größe und richtig populär waren. Er macht seinen Job sehr gut, sorgt für ordentlich Charakter in den Vocals und ist eine Bereicherung für die Band. Trotz einprägsamer Songs wie z.B. "Ja genau!", richtig fetter Produktion (vom versierten Ralph Quick, der vorher u.a. schon für Die Happy und die H-Blockx gearbeitet hat) und einer wirklich sehr guten Ballade ("Augenblick") bleibt ein etwas schaler Beigeschmack. Das Genre überrascht nicht mehr wirklich, die New Metal-Riffs sind zigmal gehört und deutsche Texte überzeugen einen entweder oder sie tuns nicht. Ich hab über weite Strecken den Eindruck, dass der Text sich eher dem Diktat des Reims gebeugt hat und nicht so sehr nach der Bedeutung und dem tieferen Sinn geschürft hat. Aber hey, da ist doch noch Platz zwischen Rammstein und Oomph und wer nicht alles so auf die Goldwaage legt wie unsereiner, der kann bestimmt viel Fun mit dem Album haben! (tj)




