PANIC DHH - Panic drives human herds
Jesses, das ist ja mal wieder ein richtig derbes Industrial-Geschoss, hätte gar nicht gedacht, dass heutzutage noch jemand so was macht... Eine Dreiviertelstunde derber Old-School Industrial. Gleich der erste Song „Leader“ knattert derart verzerrt und verfremdet aus den Boxen, dass man sich fragt, ob die CD das Presswerk auch ordentlich verlassen hat oder ob da nicht was schief gelaufen ist. Mich erinnert das Ganze ab und an angenehm an alte Ministry-Alben („Sterile“ könnte z.B. ohne weiteres auf „Psalm 69“ zu finden sein) und Gitarrist Robbie Furze (ja, der heisst wirklich so!) kommt ja schließlich auch vom Fach – er war u.a. Gitarrist bei Alec Empire’s/Atari Teeenage Riot’s „Intelligence & Sacrifice“ Tour. Zu den stellenweise fast tanzbaren Songs gesellen sich immer wieder verstörende Sound-Collagen und Krach-Orgien, passend dazu auch das sehr düstere Artwork. Anfang Juli war der Vierer im Vorprogramm der Deutschland-Dates von KMFDM zu sehen, und das war bestimmt ein Erlebnis. (tj)




