AUDIOSLAVE - Audioslave
Hinter dem relativ unscheinbaren Band-Namen verbirgt sich etwas, für das sich meines Wissens in der Rock-Geschichte kein zweites Beispiel findet. Vor mehreren Jahren ist eine der einflussreichsten und kreativsten Bands der Grunge-Ära auseinandergebrochen: Soundgarden beschlossen den Laden dicht zu machen und seither ward auch von den einzelnen Musikern wenig gehört (ich glaub der Drummer spielt doch jetzt bei Peral Jam?). Rage against the Machine waren wohl eine der revolutionärsten Bands im Metal-Rap-Crossover-Genre, ihr Debut von 1992 findet sich noch heute in den All-Time-Faves vieler Magazine und Musiker, vor zwei Jahren beschloss aber Sänger Zack de la Rocha die Band zu verlassen und somit war die Band gestorben. Vor einiger Zeit geisterte erstmals das Gerücht durchs Internet, dass Chris Cornell, Ex-Sänger besagter Soundgarden und die Musiker von Rage against the Machine sich zu einer Band formieren würden. Beim ersten Hören hielt ich dies Gerücht ehrlich gesagt für eine Ente. Rage standen für aggressive und hochpolitischen Groove-Core und Cornell ist eine der herausragenden melodischen Stimmen des Genres - und der sollte jetzt mit Rage rappen? Spielen die alte Songs? Dann hiess es glücklicherweise schnell, dass das neue Projekt nicht unter dem alten Namen der Musiker firmieren würde. Nach dem Überwinden diverser businesstechnischer Querelen, wechseln des Namens von Civilian zu Audioslave ist jetzt jetzt tasächlich da, das gemeinsame Album. Es hätte eine Revolution, ein Klassiker, die Bombe werden können. Schlussendlich ist man nach erstmaligem Hören erst mal ernüchtert, hier wird nicht das Rad neu erfunden, sondern ein astreines Rock-Album abgeliefert. Und es rockt ordentlich, die Bandchemie stimmt, die erste Single erinnert gar an große Rock-Nummern a la Led Zeppelin und auch die ruhigen, gefühlvollen Nummern funktionieren! Welcome Back die Herren!!! (tj)




