Mushroomhead - XIII
Beim Anblick der geschminkten und maskierten Musikern im Booklet können schnell Parallelen zu bekannten Nu-Metal Kombos vermutet werden. Doch bereits der erste Durchlauf macht klar, dass sich Mushroomhead stark von den üblichen Nu-Metal Verdächtigen unterscheidet. Ganz dem Genre entzogen haben sie sich aber nicht, doch diese Einflüsse werden eher hintergründig und sinnvoll eingesetzt. Schnell drängt sich jedoch ein anderer Name auf. Faith No More. Die Nähe zu dieser Pionierband harter Musik lässt sich nicht verleugnen, an machen Stellen stehen sie ihnen fast zu nahe. „XIII“ ist ein sehr Facettenreiches Album. So sind neben den genannten Faith No More-like Arrangements wie in „Nowhere To Go“ auch härtere Nu-Metal Songs wie „The War Inside“ zu hören. Bei den härteren Parts dürften auch Meshuggah ihren Einfluss hinterlassen haben. Deren Sänger ist dann auch bei „The Dream Is Over“ zu hören. Der Gesang pendelt zwischen theatralisch melodisch und psychotisch hart. Weitere Überraschungen sind beispielsweise in Form des weiblichen Gesangs auf „One More Day“ zu hören. Auch Bands wie Black Sabbath sind an den Amis nicht spurlos vorbei gegangen. Mushroomhead haben somit ein wirklich interessantes Album abgeliefert welches nicht langweilig wird und sich positiv aus der Masse hervorhebt. (rg)




