Between The Buried And Me - The Silent Circus
Between The Buried And Me aus den USA könnten dem einen oder anderen vielleicht noch von ihrem Debüt auf Lifeforce ein Begriff sein. Inzwischen haben sie es auf den Hardcore Giganten Victory geschafft. Ihr neues Album „The Silent Circus“ trägt einen etwas irreführenden Titel, denn leise Töne werden hier eher selten angeschlagen. Die meiste Zeit ist die Band damit beschäftigt sich möglichst komplizierte und schnelle Gitarrenschlachten zu liefern. Bands wie Dillinger Escape Plan dienen als Referenz. Die Band zeigt dabei, dass sie das Musiker Handwerk gelernt haben und zu echten technischen Meistern aufgestiegen sind. In halsbrecherischer Geschwindigkeit geben sich metallische Leads, Blastbeats und verschachtelte Breaks die Klinke in die Hand. Doch manchmal tauchen die leisen Töne dann tatsächlich auf. Gerade wütet die Band noch nach allen Regeln der Kunst, im nächsten Moment werden sie ganz ruhig, melodisch und behutsam. Der Sänger säuselt schöne Gesangsmelodien obwohl er sich noch Sekunden zuvor die Seele aus dem Leib gekotzt hat. Die Gitarren lassen sich zu fast schon schmalzigen Melodien hinreißen. Man fragt sich ernsthaft ob das noch die selbe Band ist. Das Fragezeichen drängt sich weiter auf, als die Band mit „(Shevanel Take 2)“ eine Akustikballade vom Stapel lässt. Weiter geht es dann aber wieder mit brutalerem Stoff. Das Album ist auch nach mehreren Durchläufen noch nicht völlig zu durchschauen. Für meinen Geschmack ist es an manchen Stellen zu technisch und der Gesang überzeugt mich nicht immer hundertprozentig. „The Silent Circus“ hat aber überwiegend starke Momente. Between the Buried And Me sind wohl so was wie die Dream Theater des Hardcore. (rg)




