Akercocke - Choronzon
Akercocke sind eine verrückte Band. Sie scheinen sich musikalisch nicht entscheiden zu können, ob sie nun schlichtes Death-Metal Geballer der brutalsten Sorte oder doch lieber avantgardistischen Black Metal mit sowohl hymnischen Elementen und einer Jazz-mäßigen Vertracktheit machen sollen. Deshalb packen sie gleich alles wild gemischt auf das vorliegende Album. Dabei ist oft nicht klar wo die Band eigentlich hin will. Es gleicht schon einer kleinen Wissenschaft dieses Album zu verstehen. Im einen Moment glaubt man es mit einer englischen Gothic-Band zu tun zu haben im nächsten vermutet man norwegische Satansjünger und dann wieder amerikanische Metzger. Genauso vielfältig wie die Stile sind auch meine Reaktionen auf das Album, von „Wow, das ist cool“ bis „Laaangweilig“ ist alles dabei. Unterm Strich kommt die Platte wohl eher schlecht weg, einfach weil sie zu zerfleddert daher kommt und recht undurchsichtig ist. Die Kunst ist es weniger einfach nur möglichst komplizierte Songs mit hoher technischer Fertigkeit zu schreiben, sondern viel eher diese auch so zu gestalten, dass sie den Hörer fesseln und bewegen, selbst wenn er kein abgeschlossenes Musikstudium hat. Das hat die Band nicht geschafft. (rg)




