OSH - Red Universe
Die bereits seit 1992 (mit gleicher Besetzung!) bestehenden OSH haben mit Red Universe ihr drittes Album in Eigenregie veröffentlicht. Die mit 13 Songs und über 56 Minuten Spielzeit vollgepackte Scheibe ist nichts für oberflächliche Musikkonsumenten. Nicht nur die breite Palette an eingesetzten Instrumenten (Congas und andere Percussion-Requisiten, sowie Synthesizer), auch das recht professionelle Songwriting setzen aufmerksames Zuhören voraus. Die Musik der vier Norddeutschen wird in der Bandinfo als "Progressive Grind Rock" betitelt. Diese Bezeichnung trifft´s ziemlich gut, denn trotz vieler nachdenklicher - stellenweise sphärischer - und jazziger Parts geben sie in Punkto Aggressivität und Tempo doch ab und zu ordentlich Gas, ohne aber ihren rockigen Basissound aufzugeben. Die Kombination von Metal, Rock und diversen anderen Stilrichtungen ist in diesem Fall ganz gut gelungen, und zum Glück vermeiden es OSH, sich von trendigem Charts-Metal beeinflussen zu lassen. Allerdings büßen sie in den melodischen Teilen viel an Spontanität und Ideenreichtum ein, was ansonsten die Stärke des Quartetts aus dem hohen Norden ist. Alles in allem aber ein gute Platte - was auch kein Wunder ist, wenn man sich (ohne Plattendeal) das Studio leisten kann, indem schon Xavier Naidoo seinen musikalischen Vollschrott fabriziert hat. (cj)




