Pull Dead - No Rules
Aus der Ludwigsburger Ecke stammt dieser Schwaben-Vierer mit Bassfrau. Seit Jahren legen sie sich ordentlich in die Riemen, haben bereits in den meisten Live-Clubs angedockt und waren dabei auch schon auf den größeren Stuttgarter Bühnen zu sehen (LKA Longhorn). No Rules - keine Regeln verheißt der CD-Titel, aber eigentlich wird hier gegen gar keine verstoßen, denn hier ist noch alles so wie es sein soll. Der Sänger ist ein Bär von einem Mann und singt auch so: rau, kraftvoll und trotzdem melodisch. Der Gitarrist spielt natürlich die rote "Angus"-Klampfe, rockt sich live im Unterhemd dermaßen die Seele aus dem Leib, dass auch noch das letzte Dinkel Acker wieder aus den Poren tropft. Der Drummer gibt dem Wort stoisch eine ganz neue Bedeutung, unbeeindruckt vom Rest der Welt pflastert er die Bühne mit seinem Spiel und die Bassfrau sorgt unaufdringlich für ein tieftönendes Fundament. Bei diesen fünf Songs hat niemand versucht modern zu klingen, hier wurden keine Synthie-Sounds integriert, keine New-Metal-Riffs aufgetragen und auch keine schmusigen Mitsing-Passagen für Mädels- und Radio-tauglichkeit eingebaut. Diese CD hätte so oder so ähnlich auch schon vor 15 Jahren veröffentlicht werden können - nur wäre sie dann wahrscheinlich von den Misfits oder den Cro-Mags gewesen. Und all das macht die Band und das Album so liebenswert, wer mal wieder Lust auf ein ehrliches, rockiges Metal-Album hat checkt www.pulldead.de . Anspieltip: Song 3 ("keep the E.vil alive").(tj)




