Traeos - Mnemosyne
Die deutschen Traeos konnten bereits mit ihrer EP für etwas Aufmerksamkeit sorgen. Die Band staubte im Metal Hammer und im Heavy Magazin jeweils den Titel „Demo des Monats“ ab. Jetzt legt die Truppe mit „Mnemosyne“ ihr erstes volles Album nach. Dieses klingt überraschend ausgereift. Die Band erinnert stilistisch an Underoath, mischt aber eine erdige Post-Hardcore und latente Chaos Komponente hinein. Das Ergebnis klingt sehr emotional, aber auch richtig heavy und wütend. Melodischer Gesang wechselt sich mit gepresstem Geschrei ab und auch die Instrumentierung pendelt zwischen düsterem, verschrobenem Riffing und zugänglichen Melodien hin und her. Die Songs sind recht komplex arrangiert aber jederzeit schlüssig und nachvollziehbar. Die Band kommt gut auf den Punkt und bietet dennoch genügend Freiraum für entfaltende Arrangements. Auch die Produktion ist sehr kraftvoll und dennoch differenziert um den knackigen Riffs den nötigen Nachdruck zu verleihen. Die Band lässt sich immer wieder etwas Neues einfallen, so dass sich Langeweile gar nicht erst einstellen kann. Selbst über lange Instrumentalparts kann die Band die Songs spannend halten und Atmosphäre erzeugen. So gesehen haben die Jungs alles richtig gemacht. Sicherlich kann man am Hitpotential der einzelnen Songs noch arbeiten, aber was Traeos hier auf ihrem Debüt abliefern, kann sich definitiv sehen lassen. (rg)




