Mörser - 1st Class Suicide
Mörser gründeten sich 1996. Mit ihren Alben „Two Hours Of Doom" (1997) und vor allem „10000 Bad Guys Dead“ (2001) wirbelte die Band reichlich Staub auf in der internationalen Grindcore Szene. Dann wurde es recht ruhig um die Band. 2006 erschien mit „Pure Scum“ eine Zusammenstellung mit altem Material. Jetzt haben die Jungs es doch noch geschafft ein neues Album aufzunehmen. Nach gut acht Jahren ist „1st Class Suicide“ das erste Lebenszeichen der Band aus Bremen. Musikalisch setzt die Band nach wie vor auf Grindcore der brutalsten Sorte. High-Speed Geballer wird von gelegentlichen Grooves durchzogen. Tiefe Grunts wechseln sich mit fiesem Gekreische ab. Alles wie es im Grindcore Lehrbuch steht. Die Band versteht sich nach wie vor darauf, brutale Songs mit reichlich Druck und Power zu schreiben. Allerdings fehlt der Platte die wirklich zündende Idee. Die neuen Songs sind oft zu konturlos, die Vocals zu monoton und nur selten taucht ein Riff auf, das wirklich zu fesseln vermag. Alles in allem werden Mörserfans von dieser Platte sicher nicht enttäuscht sein, ihrem legendären Ruf werden die Jungs mit dieser Platte aber nicht gerecht. Dazu müsste einfach mehr passieren. Genrekollegen wie Japanische Kampfhörspiele, Misery Index oder Pig Destroyer haben die Messlatte in Sachen Grindcore sehr weit nach oben gelegt, Mörser kommen da nicht ganz nach. (rg)




