Name - Internet Killed The Audio Star
Haben diese Jungs sich wirklich so benannt oder nur vergessen auf dem Formular zur Sicherung der Namensrechte das entsprechende Feld auszufüllen? Wie auch immer, die Jungs aus Kalifornien laufen jetzt unter dem Namen Name. Es gibt auch wichtigeres als sich einen schicken Namen auszudenken, nämlich das Schreiben von originellen Songs. Das ist im Fall von Name wirklich harte Arbeit wie sie mit ihrem zweiten Album „Internet Killed The Audio Star“ beweisen. Die Band wirft so ziemlich alle musikalischen Einflüsse, die man so haben kann, in einen Topf und schafft es dennoch, ein überraschend schlüssiges Album zu kreieren. Hier trifft Hardcore auf Chaos, Death-Metal auf Pop, Jazz auf Elektro, Ambient auf Punk. Alles wird zusammengemischt, fließt ineinander über und ist vor allem jederzeit mit hörbarer Hingabe und Leidenschaft intoniert, so dass man sich schon nach ein paar Durchläufen der Platte nicht mehr entziehen kann. Diese braucht man aber um sich mit der Band überhaupt anfreunden zu können. Was die Jungs fabrizieren ist nicht nur spannend und aufregend sondern auch sehr fordernd und eigenwillig. Trotz der vielen unterschiedlichen Spielarten und Stimmungen schafft es die Band, sich das Ganze in einem in sich schlüssigem Kontext abspielen zu lassen. Ob in turbulenten Grindcore Parts oder sphärischen Wohlfühlmelodien. Die Band ist jederzeit Herr des Geschehens und weiß immer wieder zu überraschen. Da bleibt es sicher auch nicht aus, dass einzelne Songs schonmal deutlich Überlänge haben. Kleinen Abzug in der Gesamtnote gibt es für einzelne Parts in denen dann doch mal etwas über das Ziel hinaus geschossen wird. Dennoch: „Internet Killed The Audio Star“ ist ein gelungenes und vor allem spannendes Album wie man es heutzutage nicht mehr allzu oft zu hören bekommt. (rg)




