Hed P.E. - New World Orphans
Dass Hed P.E. ihre besten Zeiten hinter sich haben, stellten sie schon mit ihrem letzten Werk “Insomnia” von 2007 unter Beweis. Jetzt meldet sich die Truppe hartnäckig mit ihrem insgesamt siebten Werk zurück. Leider ist das keinen Deut besser ausgefallen. Die Band widmet sich noch immer dem Crossover Sound der späten 90er Jahre. Das ist schon wieder so lange her, dass die Mischung aus Hip-Hop, Punk, Metal und Funk gemessen an heutigen Maßstäben tatsächlich wieder erfrischend wirkt. Das ist aber schon der einzige positive Punkt, den ich an „New World Orphans“ entdecken kann. Der Versuch mit reiner Masse etwas auszubügeln funktioniert leider auch nicht. Insgesamt befinden sich 26 Tracks auf der Platte. Einige davon sind Intros bzw. Zwischenspiele, einige der Songs sind reine Hip-Hop Tracks, leider keine besonders gelungenen. Andere Tracks rocken teilweise sogar recht heftig, klingen aber meist mehr nach unfertiger Jam Session als nach Song. Überhaupt hat man den Eindruck, dass die Platte nicht an einem Stück entstanden ist. Der Sound ändert sich immer mal wieder. Einige Songs klingen, als hätte man beim Mix zu viel gekifft. Wirklich zündende Songideen sucht man vergebens auf der Platte. Es gibt in Form von „Renegade“ sogar mal einen kleinen Lichtblick. Insgesamt hat man aber den Eindruck, dass die Band nach Ideen stochert und nicht fündig wird. Der Platte mangelt es an guten Songs ebenso wie an einem roten Faden. Da erscheint das großzügige Bonusmaterial eher als Strafe. Ein weiteres Kapitel im Buch „Platten die die Welt nicht braucht“. (rg)




