Pablo - The Story of Love and Hate
Die Story wurde schon zu oft erzählt als dass es einfach wäre da noch viel Neues zur Sprache zu bringen und so ist es auch, als ob man Eulen (siehe Cover) nach Athen tragen würde... nothing new. Und auch wenn das Label im Info den Namen (mit Absicht?) nicht erwähnt, ist es doch relativ offensichtlich, dass das schottische Trio sich berufen fühlt, die Lücke zu schliessen, die Nirvana hinterlassen haben - wie war das mit den zu großen Fußstapfen? Unverständlich auch, dass das Label im Info gross rumtönt, dass das die wohl lauteste Band zur Zeit überhaupt sei, seit wann ist Quantität denn gleich Qualität? Ausserdem streiten sich doch Manowar und Motörhead eh schon um den Dezibel-Thron... Aber jetzt mal zum Positiven: das Album ist recht launig, sauber und direkt produziert und zeigt mal wieder, dass drei Leute ausreichen um ordentlich was los zu machen. Die 11 Songs sind abwechslungsreich, relativ straight rockend gehalten und der Sänger drückt dem ganzen mit seinen latent gelangweilten Vocals seinen Stempel auf. Der Titeltrack kommt gar als überraschend doomig, zäher Brocken daher. Das Trio lebt in London und hat in England schon einiges gerissen, man war mit Tool auf Tour und rockt gerade im Vorprogramm der Presse-Darlinge The Eighties Matchbox B-Line Disaster. Für ein Debut ist das alles also durchaus akzeptabel, mal sehen was da in der Zukunft daraus wird...(tj)




