Lamera - Apex
Mannheim ist der Heimatort der Metal-Band Lamera, deren aktuelle Veröffentlichung „Apex“ an die Debütplatte „Destruction Manual“ aus dem Jahr 2008 anschließt. Zunächst ist festzustellen, dass die fünf Stücke über eine ganz nette Produktion verfügen, die schön viel Druck von untern heraus bieten kann. Trotz moderner Aufmachung findet man hier weder – wie vielleicht vermutet – die zeitgenössische Modern Metal-Kante, noch die Core-Variante. Recht bodenständiges Riffing steht auf der Speisekarte, teils aus der Thrash-, teils aus der Power und Heavy-Ecke herrührend. Ein paar ansprechende Basslines und eine anständige Doublebass tun ein Übriges, um für gute 20 Minuten eine ordentliche Mosh- und Headbang-Stimmung aufkommen zu lassen. Zwischendurch lockert der ein oder andere melodische Abschnitt die derbe Mischung etwas auf. Dazu gesellt sich düsterer, meist tief gehaltener Gesang, der die ganze Geschichte stilgerecht abrundet. Für genügend Kurzweile wäre also gesorgt, allerdings reißt mich das Endprodukt nicht hundertprozentig vom Sitz, denn so richtig will mich das Lamera-Fieber nicht packen. Stellenweise ist das Songwriting einfach zu vorhersehbar, und zu wenig originell. Dass in den Mannheimern aber durchaus spielerisches und kompositorisches Potential steckt, beweisen Stücke wie „Spellbound“ und „Automated System“ durchaus. Aber dass diese Anlagen dennoch ausbaufähig sind, steht auch außer Frage. (cj)




