KILLING JOKE: - dto.
1981 kam das erste Album der Briten heraus. Über 20 Jahre später sind sie immer noch im Geschäft, haben fast nichts von ihrer Wucht verloren und legen bereits ihr 13. Album vor. Ihr manischer Frontmann Jaz Coleman hat schon mit John Zorn gearbeitet, jahrelang für die neuseeländische Oper komponiert und anschliessend die Prager Sinfoniker dirigiert - kein Scherz! Basser Youth ist seit langem ein vielgefragter Produzent und (Re-)Mixer für bekannte Künstler wie z.B. Heather Nova, wegen dem Geld müssen die Herren also nicht mehr ran. Das letzte Album "Democracy" liegt schon wieder ganze sieben Jahre zurück und es scheint so, als ob sie Killing Joke ab und an als Gegengewicht brauchen um ihre fiesen Seiten auszuleben. So ist der Opener "The Death & Resurrection Show" gleich ein fieser Brocken von sieben Minuten, der erbarmungslos vor sich hin groovt. Beim zweiten Song klingt der Sänger, als hätte ihm jemand die Kehle durchgeschnitten; Nr. 3 "Asteroid" wäre der Hit auf dem letzten Ministry-Album gewesen und walzt sich intensive 3 ½ Minuten lang aus den Boxen. Wie früher auch schon versteht es die Band erneut den fiesen Brechern ein paar getragenere Nummern zur Seite zu stellen, "Implant" oder etwa "Blood On Your Hands". Streckenweise erinnert das Album etwas an frühe Shihad (kennt die noch irgendjemand?) oder auch Prong, aber da verwechselt man dann das Kind mit dem Vater, denn die genannten Bands sind eindeutig von Killing Joke inspiriert! Als Sahnehäubchen und finalem Kauf- oder Reinhöranreiz noch Folgendes: Das Schlagzeug hat für dieses Album übrigens kein Geringerer als Dave Grohl eingespielt, früher Drummer bei Nirvana, jetzt Gitarrist und Sänger der Foo Fighters. (tj)




