Nervecell - Preaching Venom
Nervecell waren schon auf dem diesjährigen With Full Force Festival die Exoten. Nicht unbedingt musikalisch, sondern was ihre Herkunft betrifft. Die Band stammt aus Dubai, nicht gerade das typische Pflaster für eine Death-Metal Band. Ihr Handwerk hat die seit 2000 bestehende Band aber ohne Zweifel gelernt. Nicht umsonst hat die Band schon für frühere Werke auch in Europa und den USA positive Resonanzen bekommen. Stilistisch verbindet die Band Einflüsse von Old School US-Death-Metal Bands der Marke Morbid Angel, Cannibal Corpse und Suffocation mit progressiven Elementen zu einem äußerst brutalen Gebräu. Die Double-Bass rotiert ohne Unterlass, die Killerriffs dreschen ohne Gnade auf den Hörer ein und die tiefen Growls thronen über den Songs. Immer wieder werden die Songs durch progressive, epische Gitarrensoli unterbrochen. Hier ist am ehesten auch die orientalische Herkunft herauszuhören, was sonst eigentlich nicht der Fall ist. Diese Soli sind das Alleinstellungsmerkmal der Band. Während diese zwar insgesamt grundsoliden Death-Metal bietet, ist es die markante Gitarrenarbeit welche die Truppe von anderen abhebt. Insbesondere wenn die Band all ihre Kreativität in dem Instrumental „Ratios“ fast schon angeberisch zur Schau stellt, ist das ein echter Höhepunkt der Platte. „Preaching Venom“ ist somit ein rundum gelungenes Death-Metal Album, das sowohl in Punkto Brutalität als auch Originalität punkten kann. Gut möglich, dass die Band mit dieser Platte auch in Deutschland Fuß fassen kann. (rg)




