In The Cage - Talk Is Cheap
Die österreichische Combo In The Cage setzt sich aus vier Jungs zusammen, die sich in der alpenländischen Hardcore-Szene schon durch ihre Präsenz in Bands wie Only Attitude Counts, Bombsquad oder Bust The Chain einen Namen gemacht haben. Anhand der eben genannten Gruppen kann man sich auch einen groben Überblick über den Stil der sieben Stücke auf „Talk Is Cheap“ verschaffen. Allerdings ist die Mucke in diesem Fall fast reinrassiger Trash Metal, der sich mit einigen Ausnahmen in mittleren Tempogefilden tummelt. Also wie gehabt: Die volle Metal-Kante mit HC-Attitüde, oder steckt doch mehr dahinter?! Zunächst ist da einmal Shouter Roman Graf zu erwähnen, der einen guten, engagierten Job abliefert und sich um Abwechslung bemüht zeigt. Über die Qualität der Texte darf man allerdings geteilter Meinung sein. Die sehr kurze Spieldauer, die nicht einmal die 16-Minutenmarke knackt, kommt der ganzen Geschichte ebenfalls zugute, denn so wird zumindest eventuell aufkommender Langeweile erfolgreich entgegengewirkt. Am meisten gefällt mir aber die fast vollständige Hinwendung zum Metal – zumindest musikalisch, denn tatsächlich gelingt es In The Cage stellenweise mit 90er-Jahre-Trash-Riffs zu überraschen, die das Rad zwar nicht neu erfinden, in dieser Form aber einen ziemlich frischen Eindruck machen. Wenn man den Ausrutscher „Break The Chain“, der sich eindeutig zu stark bei Machine Head anlehnt, außen vor lässt, finden sich auf „Talk Is Cheap“ einige gute Beispiele für die erfolgreiche Kombination zweier Genres. Mit der Mosh-Granate „Anger Inside“, dem Oldschool-lastigen Titelsong und dem vergleichsweise schnellen „Rise Again“ sind Höhepunkte markiert, die den Erwerb dieses Silberlings durchaus rechtfertigen. (cj)




