Alive At Last - Anchors Aweigh
Alive At Last aus Hannover liefern ihr erstes Lebenszeichen in Form der EP „Anchors Aweigh“ ab. Die fünfköpfige Truppe hat darauf sechs Songs verewigt, die stilistisch stark von Killswitch Engage beeinflusst wurden. Wobei Alive At Last deutlich hörbar einen Background nicht nur im Metal sondern auch im melodischen Punkrock haben. Den Gitarren und Drums hört man das zwar nicht unbedingt direkt an, wohl aber der Art und Weise wie die Band ihre Songs arrangiert. So vermischen sie heftige Metalleads mit gefälligen Melodien, würzen das Ganze mit dem einen oder anderen Breakdown und lockern die Songs mit melodischen Refrains auf. Die Band zelebriert das bekannte Wechselbad aus Melodie und Härte. Shouter Seb faucht mal böse, mal singt er gefühlvoll. Technisch macht die Band das alles recht passabel. Einige der Gesangslinien sind recht eingängig und die Riffs sitzen. Trotzdem kann „Anchors Aweigh“ nicht überzeugen. Denn die Songs klingen insgesamt zu sehr nach Schema-F, das man schon 1000 Mal gehört hat. Die Songs liefern keinerlei Überraschungen, keine Akzente und viele der Riffs stammen von der Resterampe anderer Bands. Dazu kommt, dass Sänger Seb nicht wirklich überzeugen kann. Die harten Shouts klingen sehr gleichförmig und kraftlos, der melodische Gesang klingt ebenso monoton und ohne jegliches Charisma. Der Produktion fehlt zudem der nötige Bums, so dass in den Songs keinerlei Energie steckt. Schade, denn die Band hat hier und da tatsächlich interessante Ansätze und wirkt sympathisch. Die Jungs sollten aber noch einige Zeit im Proberaum verbringen. (rg)




