Broken Records - Until The Earth Begins To Part
Ob es sich in Sachen Bandnamen nun um zerbrochenes Vinyl oder getoppte Rekorde dreht sei mal dahingestellt, wichtig ist, dass das Album was kann. Es zerrt und zappelt die ganze Zeit herum, schafft es gleichzeitig irgendwie altmodisch und modern zu klingen und der Fronter Jamie Sutherland hat diesen gewissen Ton in der Stimme. Der Mann vermittelt einem mit jeder Faser seines Ichs, dass er was zu sagen hat, dass er mit seinen sechs Jungs auf einer Mission ist, er legt jede Menge Inbrunst und Leidenschaft in die zehn Songs des Albums. Dessen immer wieder hibbelig-hektischer Grundton hat sicher auch damit zu tun, dass die Band aus Edinburgh gerne mal die Instrumente durchwechselt und zudem stilistisch recht breit aufgestellt ist. Im einen Moment klingts fast nach Minimalklassik, poppiger Folk steht auch ganz oben auf der Liste und dann tönts wieder nach stampffüßigem Schotten-Indierock, dank Streichern und Bläsern ist im Bandkosmos eben so einiges möglich. Etwas Abzug gibt’s für die bei vielen Songs angewandte ähnliche Rezeptur, da wird oft im Folk begonnen und über eine Steigerung dann der Rock entdeckt. Auch die – durchaus gelungenen – balladesken Songs sind ähnlich gestrickt. Trotzdem ein sehr starkes Debüt einer Band, von der man zukünftig noch Großes erwarten kann. Herrlich auch, dass man ihren Songs fast immer die schottische Herkunft anhört. (tj)




