Out For The Count - Between Light And Shade
Seltsamer Bandname den die Truppe aus Paris hier trägt. „To be out for the count“ wird im Englischen als Synonym für den KO beim Boxen benutzt, oder eben sonst wenn man mal tief schläft. Die Band aus Paris klingt zwar hellwach, dafür scheinen sie musikalisch noch in den 90ern zu stecken, was prinzipiell mal nicht so schlimm ist. Die Band vermischt Tough Guy Hardcore der 90er mit Metal und Beatdown Hardcore. Das alles klingt typisch französisch, sehr prollig, gewürzt mit reichlich Hip-Hop Attitüde. Leider auch musikalisch meist ziemlich belanglos, wenn auch nicht unbedingt schlecht. Wo es der Band an Ideenreichtum mangelt, macht sie es durch Energie und Spielfreude wieder wett. Die Vocals sind zweistimmig, wobei einer der Shouter schrill kreischt und der andere eher düster shoutet. Obwohl die Vocals sehr präsent sind, haben die Songs meist noch genügend Luft zum Atmen. Auch lassen sich Out For The Count immer wieder coole Riffs einfallen, die nicht unbedingt zu erwarten gewesen wären. An anderen Stellen hingegen klingt das Ganze wieder sehr stumpf. Die Texte sind jetzt nicht unbedingt intellektuell anspruchsvoll um es mal vorsichtig auszudrücken. Trotzdem sind Out For The Count sicherlich besser als viele ihrer Genrekollegen. Auch an der druckvollen Produktion von „Between Light And Shade“ ist nichts auszusetzen. Wer auf Bands wie Shattered Realm, Merauder oder Hoods steht und sich nicht an der Hip-Hop Attitüde stört, könnte Spaß an der Platte haben. (rg)




