Susperia - Attitude
Das Leben kann schon mies sein… Nach dem vierten Album „Cut From Stone“ tourten Susperia 2007 fleißig, u.a. mit W.A.S.P. in Schweden, Norwegen und England; bevor sie dann 2008 zügig ins Studio einfielen um einen würdigen Nachfolger an den Start zu bekommen. Das gute Stück bekam den Namen „Attitude“ und es sah alles nach einer rosigen Zukunft für die Band aus – bis ihr Sänger Athera einen Herzinfarkt erlitt. Drei Mal Bypass und drei Herzklappen waren die Bilanz der Operation und der Mann muss es erst mal etwas langsamer angehen. Bis er wieder auf dem Damm ist, wird er bei den Liveshows von Bernt Fjellestad (Guardians Of Time) vertreten. Besagtes Album zeigt den Herzkranken aber als eindrucksvollen, ausdruckstarken Sänger, der sich auch locker neben Koryphäen wie Chuck Billy behaupten kann. Überhaupt erinnert nicht nur die Stimme Atheras sondern auch die Musik gerne mal an Testament-Großtaten, ohne aber wegen mangelnder Identität einen faden Nachgeschmack zu hinterlassen. Die Band hat ihren eigenen Stil gefunden, der Mitgröhlrefrains und anspruchsvolles Riffing gekonnt unter einen Hut bringt. Und bei einem Song ist dann doch tatsächlich der Kleiderschrankgroße Chuck Billy als Gast zu hören, bei einem anderen Track erklingt dann noch Dimmu Borgirs Shagraths Organ. Mit nur 37 Minuten Spielzeit ist „Attitude“ leider etwas kurz ausgefallen, aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen, für Thrash-Fans ne ganz sichere Bank! (tj)




