Malum / Forensic Alliance - Persona To Object In Six Acts (Split MCD)
Die vorliegende Split-CD lehnt sich mit ihrem Titel „Persona To Object in Six Acts“ wohl an den Botch-Klassiker „Transistions From Persona To Object“ an. Darauf sind sechs Tracks zu finden, zu denen Forensic Alliance - aus dem Großraum Frankfurt a.M. - und die schwedische Band Malum je drei Songs beigesteuert haben. Streng chronologisch beginnen wir mit dem deutschen Fünfer Forensic Alliance, die in ihrem recht düsteren Metal-Süppchen melodischen Death, modernen Trash und ein bisschen Hardcore zusammenbrauen. „Ridiculous“ eröffnet den Songreigen mit Stakkato-Riffing, Grunzgesang und Doublebass-Klängen, die sich mit einem clean gesungenen Refrain abwechseln, welcher mir aber gar nicht gefallen will. Der sich anschließende Trash-Kracher „This Ending“ kann sich durch viel Power im Kontrast zu coolen Akkordwechseln auszeichnen und zeigt, wie cleaner Gesang bei dieser Art von Musik funktionieren kann. Fett. Das durch tief liegende Gitarren streckenweise depressiv wirkende „Thousand Years“ kann mich hingegen auch durch die Verwendung zweier melodischer Instrumentalparts nicht vom Hocker reißen. Auch wenn das auf Nummer 2 nur bedingt zutrifft, sind mir die drei Forensic Alliance-Kompositionen im Allgemeinen zu geradeaus, um dauerhaft Spannung erzeugen zu können. Ganz im Gegensatz zu Malum, die mich durchaus zu begeistern wissen. Leicht chaotisch angehauchter schwedischer Trash und Death steht auf dem Programm. Voller Dynamik und mit extrem viel Aggressivität lassen die fünf Jungs aus Ikealand mit „The Theory“ zunächst einen 3-Minuten-Nackenbrecher vom Stapel, der sich gewaschen hat. Ein derbe rockendes Trash-Riff folgt dem anderen, und ballernde Drums geben einem den Rest. Der definitive Höhepunkt von „Persona To Object In Six Acts“! „Tungsten“ heißt die nächste Nummer, die vom Tempo her zwar etwas gezügelter zu Werk geht, dafür aber durch gekonntes Songwriting für Abwechslung sorgen kann und somit nicht weit hinter den Vorgänger zurückfällt. Mit „Orbits Collide“ legen die Skandinavier dann wieder zu, und beenden ihren Splitbeitrag sehr gelungen durch ein teils träges, teils treibendes Mosh-Gewitter. Ja, Malum haben bei mir eingeschlagen. Vor allem der sehr variable Gesang, der vom Kreischen bis zum Grunzen die komplette Bandbreite abdeckt, hat mich überzeugt. Forensic Alliance sind zwar eine solide Metal-Band, aber in Sachen Songwriting und Abwechslung können sie sich von Malum noch etwas abschauen. (cj)




