Manatees - Icarus, The Sunclimber
Da sind sie also wieder, die Briten, die ihrem selbstbetitelten Debüt Anfang 2007 im Booklet noch den Hinweis mitgaben „Recommended To Be Listened To On Drugs. Loudly“. Auch das zweite Album ist wieder mäandernder „Mantra Core“ geworden, dem man die geistige Verwandtschaft zu Acts wie Neurosis oder auch Isis deutlich anhört. Auch ohne Drogen und natürlich gerne laut ist das eine Reise ins Ich sondergleichen. Wenn ichs recht zusammenkriege, gabs auf dem schick verpackten Debüt noch klaren Gesang, der wurde mittlerweile wohl leider gestrichen, ansonsten fühlt man sich aber gleich wieder zu Hause im Universum von Manatees. Hypnotisch, mal schön, aber oft auch hässlich, mal nahezu meditativ ruhig, dann wieder harsch und immer wieder mit Aggressionseruptionen, die vom krassen Aufschlagen in der Realität her auch sehr gut zum Albumtitel passen. Dazu Songs in konsequenter Überlänge (sechs Songs in 45 Minuten, alleine der „Sunclimber“ bringt es schon auf über 15 Minuten!), die sich wohlig in wunderbar dreckigem Sound (alleine der derb gezerrte Bass… herrlich!) Feedback und Noise suhlen wie meinetwegen Flusspferde, die ja von der Verdrängung her in ner ähnlichen Liga spielen wie die namensgebenden Seekühe. Das fordert einerseits und geht streckenweise an Schmerzgrenzen, belohnt aber andererseits auch fürstlich! (tj)




