Archive - Controlling Crowds
Die Fakten vorneweg: Briten, (je nach Art der Zählung mindestens) sechstes Album, riesiger (Konzeptalbum-)Überbau um die Kontrolle der Massen in der modernen Gesellschaft und stilistisch auf so was von kein gängiges Genre festzulegen aber mit Elementen aus Elektro, HipHop, Prog, Noise und viel Melodie. Mit ca. 80 Minuten Spielzeit – auf der limited Edition sind sogar noch vier keinesfalls 2.-Wahl-Songs mehr am Start - ist dieses Werk auch definitiv kein Fast Food, sondern ein dreigängiges Menü, das erst mal verdaut werden will. Dreigängig deswegen, weil die Band die dreizehn Tracks des regulären Albums (zum besseren Verständnis?) in drei Teile strukturiert hat. Beim ersten Hörversuch auf einer kurzen Autofahrt fand ichs erstmal fast enttäuschend, mittlerweile bin ich aber schon bei fünf von sieben Punkten und ich hab den Verdacht, dass es sich hier um einen klassischen Grower handelt und ich in ein paar Tagen vielleicht sogar noch mehr Punkte vergeben würde. Kein Album zum nebenher Hören, das Material will erforscht, entdeckt und erarbeitet werden. Irgendwo wurden Archive mal als „Trip Hop meets Pink Floyd“ bezeichnet und das trifft es eigentlich immer noch recht gut. (tj)




