CKY - Carver City
Gut 10 Jahre nachdem CKY ihr erstes Album veröffentlichten, erscheint mit “Carver City” das vierte Werk der Jungs. Nur wenige Bands haben es über die Jahre geschafft, einen solch eigenen Sound zu kreieren wie diese Truppe aus Pennsylvania. Diesem sound sind die Jungs auch auf dem neuen Album treu geblieben. Treibende Riffs aus tiefer gestimmten Gitarren bestimmen zusammen mit dem markanten Vocals von Frontmann Deron Miller das Bild der neuen Platten. Das typische smarte Songswriting der Band kombiniert einmal mehr smarte Arrangements mit Ohrwurm-Charakter mit einer unterschwelligen Aggressivität, die sich erst nach mehreren Durchläufen offenbart. Teilweise bizarr anmutende, aber absolut passende Keyboards reichern die Songs an und vertiefen den eigenwilligen Stil der Truppe. Oft bewegt man sich haarscharf an der Grenze zur cheesyness, rettet sich aber immer mit dem richtigen Maß an Coolness auf die gute Seite. Im Vergleich mit dem zweiten Album „Infiltrate.Destroy.Rebuild“ klingt „Carver City“ sicherlich zahmer und glatter. Verglichen mit dem direkten Vorgänger „An Answer Can Be Found“ lassen es die Jungs aber wieder deutlich mehr krachen - was Fans, die von diesem Album enttäuscht waren, wieder versöhnen dürfte. Einmal mehr gelingt es der Band, ihr Album mit eingängigen Ohrwürmern zu bestücken die über genügend Tiefgang verfügen um auch für längere Zeit zu motivieren. CKY, die anfangs durch ihr Mitwirken in der TV-Serie Jackass und Bam Margera, den prominenten Bruder von Drummer Jess Margera, ins Gespräch gekommen sind, sind erwachsen geworden - was sich auch im neuen Material wiederspiegelt. So muss moderne Rockmusik klingen. (rg)




