Deep Trip - dto.
Die Verbindung von klassischen Instrumenten mit dem üblichen Rockinstrumentarium ist nichts wirklich Neues mehr, aber die Eidgenossen von Deep Trip machen sich mit Violine, Gitarre und Kontrabass beherzt auf, um sich ein durchaus verdientes Plätzchen in der Szene zu erstreiten. Sie schippern nie in nahe liegende Mittelalter-Gewässern und erinnern eher mal an vergangene Grungehochzeiten (Pearl Jam und Soundgarden lassen hier und da grüßen), was wohl auch am starken und charismatischen Organ von Sänger Claudio Moser liegt. Viele der 15 Songs, wie etwa der dem Intro folgende Opener "Help me" oder auch weitere Stücke wie etwa "Venom", "Still beautiful" oder auch "Hate" sind ähnlich aufgebaut; es wird meist ruhig und melodiebetont begonnen bevor es mit zunehmender Songspielzeit dann rockiger wird - manchmal arrangieren sie auch genau andersherum. Und obwohl sie es zum Ende mit "Fuck Yourself!" noch mal richtig krachen lassen, fehlt unterm Strich etwas die Abwechslung. Das Artwork finde ich auch etwas suboptimal, aber Geschmäcker... Die Zielgruppenfindung dürfte auch etwas problematisch sein, aber dank melancholischer Grundstimmung ist das auch für die Schwarze Szene mehr als nur interessant und somit könnte das potentiell viele Hörer ansprechen. Für ein Debüt auf jeden Fall amtlich. (tj)




