Antigama - Warning
Da ist sie also wieder, diese verrückte Grindcore Truppe aus Polen. Antigama präsentieren mit "Warning" ihren zweiten Streich auf Relapse Records. Der Vorgänger Resonance legte die Messlatte ziemlich weit oben an. "Warning" kann da zwar nicht ganz mithalten, bewegt sich aber ebenfalls auf gewohnt hohem Niveau. Antigama sind eine dieser Grindcore Bands die sich in Punkto Extremität kein Stück zurück nehmen und es doch schaffen, künstlerisch sehr wertvolle Werke zu erschaffen, die eigenständig klingen und mit immer neuen Überraschungen aufwarten. So gehört extrem schnelles Blastbeat Nähmaschinen Tempo zwar zum Sound wie das Salz in die Suppe, doch ist das Arsenal der Band deutlich größer. Das Tempo wird zwar selten, aber wenn dann äußerst effektvoll gedrosselt. Das rüpelhafte Riffing ist messerscharf und die alles durchdringende Stimme von Lukasz Myszkowski lässt keine Wiederrede zu. Die Band macht mit diesem Sound alles kurz und klein. Es geht extrem hektisch zu und immer wieder präsentieren die Jungs neue abgefahrene Sounds, schräge Riffs und seltsame Arrangements. Das macht das Ganze sehr anstrengend aber auch ungemein interessant. So werden auch verstörende Doom Sounds zitiert. Die obligatorische Jazz Referenz ist dieses Mal deutlich kürzer und weniger beeindruckend ausgefallen als beim Vorgänger. "Warning" ist ein Album für Krachfetischisten. Wer auf Bands wie Agoraphobic Nosebleed, Pig Destroyer oder Nasum steht sollte hier zugreifen. (rg)




