Antennas - Feeling Feline Tonight
Gelegentlich beschlich mich beim Hören der Songs der Verdacht, dass es sich um eine Fehlpressung handeln könnte. Ist das wirklich noch die schwedische Indie Rock-Band, die 2006 mit "Sins" so angenehm debütierte? Klar, der Sänger ist charakteristisch, sofort wiederzuerkennen und zumindest einer der insgesamt elf Songs, nämlich "Youngbloods" an Position fünf, erinnert an die Marschrichtung des Vorgängers. Es kommt aber nicht so recht zum Zünden und legt den Verdacht der zu vielen Köche nahe - viel zu viele gewollte neue Elemente (Discobeats, Samples, Klavierstücke, elektronische Beats usw.) und zu wenig Geschlossenheit. Beim ersten Durchhören schob ich das noch auf den deutlichen Kurswechsel und hoffte auf eine erfolgreiche Akklimatisierungsphase, allein dieser Effekt wollte sich auch nach mehreren Versuchen der Annäherung partout nicht einstellen, diese Weiterentwicklung wirkt aufgesetzt, gewollt und einfach nicht rund. Und als ob sie´s selbst geahnt hätten lauten die ersten Worte aus dem Mund des Sängers doch tatsächlich: "I am not exactly happy, I am not exactly sad" und genau so hinterlässt einen "Feeling Feline Tonight" auch. Schade an sich, denn Albumtitel und -artwork finde ich sehr gelungen. (tj)




