All Ends - dto.
Gleich zwei Frauen haben die Schweden im Boot, allerdings weder am Bass, noch an den Tasten oder der Geige - gleich beide Ladies singen. Beim Namen Tinna Karlsdotter klingelts noch nicht, aber die zweite Sängerin Emma Gelotte lässt aufhorchen. Gelotte... Gelotte... genau, Emma ist tatsächlich die Schwester von In Flames-Gitarrist Björn! Und genau der und sein In Flames-Kollege Jesper Strömblad haben bei der Debut-EP der Band auch noch kompositorisch mit Hand angelegt. Die EP erregte in ihrer Heimat einiges an Aufsehen, in der Folge war die Band dann schnell komplett und mit GUN Records auch ein fähiges Label gefunden. Der erfahrene Produzent Christain Wolff (u.a. Within Temptation, Rage) war bei den Aufnahmen dann wohl gerade in Sachen Arrangements wegweisend und hat mit der Band ein Album geschaffen, dass zwischen den Polen eingängig-poppigen Refrains und durchaus metallischen Riffs zu punkten weiß. Eine gewisse Radiotauglichkeit erfüllen die meisten Songs, wenn die Spanne zwischen härteren Groovern wie "Walk Away" und gefühlvollen Balladen a la "Just A Friend" auch recht groß ist. Die Mikrodamen zeigen sich meist recht kraftvoll und sicher und mit den Gitarristen Fredrik Johansson (Dimension Zero, Chameleon) und Peter Mardklint (Embraced, Funhouse, Tenebre) wurden zudem erfahrene Mucker rekrutiert, so dass da auch live nichts anbrennt, wie sie kürzlich u.a. schon beim Summer Breeze Festival unter Beweis gestellt haben. Im November und Dezember wird dann im Vorprogramm von Oomph! weiter Basisarbeit geleistet. (tj)




