Pro Pain - No End In Sight
Erst Ende März des letzten Jahres kam mit "Age Of Tyranny / The Tenth Crusade" das letzte Album der Kult-Combo um Ex-Crumbsucker Gary Meskil in die Läden, danach wurde wie üblich fleißigst durch Europa getourt, überraschend ein Gitarrist ausgewechselt (Eric Klinger, Ex-Spudmonsters, ging nach langen Jahren leider von Bord) und trotzdem gibts dieser Tage schon wieder Nachschub in Sachen Pro-Pain. Nach dem ersten Hören macht sich erst mal zärtlich Enttäuschung breit. Zunächst mal klingt das Album lang nicht so fett wie sein Vorgänger, der Sound ist irgendwie dünner. Manches schockt sogar ein bisschen, wie etwa der Vibrato-Knödel-Gesang von Meskil bei "To Never Return" oder das ein oder andere belanglos-uninspirierte Solo. Und dann bleibt auch nicht wirklich viel hängen - außer der albernen Mitgrölnummer mit Stephan Weidner (ja, genau dem Stephan Weidner!), die mit ihrem Bläsereinsatz irgendwie eher wie ein vertontes scherzhaftes Augenzwinkern daherkommt. Neben "Onkel" Weidner gibts mit Rob Barrett von Cannibal Corpse sogar noch einen weiteren Gast auf dem Album. Nach mehreren Durchläufen schafft sich das Album in der umfangreichen Diskographie der Band etwas nach oben und belegt nicht unbedingt per se den letzten, also 13., Rang; ich würde es aber trotzdem im unteren Drittel anordnen. Songs wie "Halo" (mal abgesehen vom mittelprächtigen Solo) bieten aber immerhin gewohntes Kraftfutter und live wird die Band eh wieder alles platt machen! "Where We Stand" ist gleich zweimal auf dem Album vertreten, als reguläre Version an fünfter Stelle und in der Remixversion als Bonustrack am Albumende. Für die Verhältnisse der Band aber richtig gelungen ist diesmal das Albumcover - geht doch! (tj)




