Icarus Down - Contortions, Mood Swings And The Inevitable Decay Of Relationships
Die slowenische Band kam 2004 zusammen, wobei die Musiker allesamt keine Neulinge sind und sich schon in diversen anderen Bands bewiesen haben. 2005 gabs dann schon ein erstes Demo mit 10 Tracks, das die Band sogar selbst aufgenommen hat. Die Band verschaffte sich etwas Aufmerksamkeit in der (laut Info) überlaufenen nationalen Szene und blieb am Ball; schon 2006 gabs die "Soundtrack Of A Weekend"-EP und ein erster Videoclip wurde produziert. Das vorliegende Album wurde in Slowenien bereits im letzten Jahr erfolgreich veröffentlicht und die Band versucht nun ihren Wirkungskreis zu vergrößern und bemustert das europäische Ausland nach. Musikalisch ist die Band schwer zu fassen, was wohl auch Absicht ist, da die Band sich alle Optionen offen lassen möchte. Sänger Sernej Jevsevar singt meist klar, ab und an wirs sogar mehrstimmig und er verlegt sich nur gelegentlich aufs Shouten. Der tiefriffende Opener "Wild Pets" ist offensichtlich schlecht gewählt, denn da liegt Jevsevar leider manchmal auch ordentlich neben dem Ton und sein Gekreisch schreckt auch eher ab, später, bei dem leicht an die Foo Fighters erinnernden "Cushion Of Distance" wirds viel charmanter. Da ist dann auch das Riffing klarer und gegen Schluss kommen die Synths gut zur Geltung, die Basser Domen Ucakar ab und an einstreut. Der vierte Song "The Escape" ist z.B. stark Synthiedominiert und kommt völlig ohne Gesang aus, und es folgen im Laufe des Albums noch weitere derartige Zwischenstücke. Die 45 Minuten gebotenen Minuten sind abwechslungsreich und meist auch interessant, der Sound kann nicht ganz mit internationalem Standard mithalten und das Artwork ist leider etwas nichtssagend. (tj)




