The Zutons - You Can Do Anything
Amy Winehouse sei Dank, denn durch ihre äußerst erfolgreiche Interpretation des Songs "Valerie" aus der Feder von Zutonssänger Dave McCabe bekommt deren drittes Album hoffentlich die verdiente Aufmerksamkeit. Es ist ohne Zweifel das beste Album der Liverpooler geworden, zeitgemäßer britischer Rock mit der Prise Internationalität und einer ausgeprägten eigenen Note. Der internationale Vibe hat sicher auch mit dem Produzenten George Drakoulais zu tun unter dessen Regie das Album in Los Angeles entstand. Der Mann hat in der Vergangenheit u.a. auch schon für Johnny Cash, Tom Petty, The Cult und The Black Crowes gearbeitet und letztere hört man hier und da auch durchaus raus. Wurde die Band in früheren Reviews gelegentlich mit seltsamen Etiketten wie "Sci-Fi Trash Rock" oder "Psychedelic Cartoon Punk" versehen und mag der Albumtitel auch in eine eher chaotische Ecke weisen, das Album ist - in den Grenzen der Band - homogen, pendelt gekonnt zwischen den Polen Rock und Soul und ist angenehm und interessant vom ersten bis zum letzten der 12 Songs. Hinzu kommen sprühende Texte (wenn ichs recht verstanden habe gehts u.a. um das Schicksal eines Callboys ("Freak") und das britische Rechtssystem ("Family Of Leeches")). Hinzu kommt ein herausragendes Coverartwork, insofern haben sie die ach so kritische Drittes-Album-Hürde locker genommen. (tj)




