Capitollium - Bloodfall of flesh
Capitollium, eine Dark/Black-Metal Band aus der Ukraine, die sich dem atmosphärischen Düstermetal a la "Rotting Christ" und "Dimmu Borgir" verschrieben hat, legt mit "Bloodfall of the flesh" ein wirklich grandioses Album vor. Der mittlerweile fünfte Release dieser Hassbolzen kann durchaus mit den bekannteren Vertretern dieses Genres mithalten. Natürlich kann man sich noch nicht ganz mit den Überfliegern von "Dimmu Borgir" auf eine Stufe stellen, ist aber auch von diesen nicht allzu weit entfernt. Für "Bloodfall of the flesh" hat man sich erstmals auch Verstärkung mit an Bord geholt, und das in Form einer professionellen Opernsängerin. Nur soviel: WOW! Dieser Silberling hat eine ungeahnte Tiefe und bietet einen Abwechslungsgrad, der in diesem Gerne eigentlich unerreicht ist. Man versteht es bei Capitollium gekonnt verträumte, melancholische Passagen mit brachialem, hasserfülltem Brutalgebolze so zu vereinen, dass man die Übergänge kaum mitbekommt. Mal unter uns, genau das ist doch die große Kunst. Auch durch eine atemberaubend filigrane Gitarrenarbeit wird der Hörer in höchste Sphären katapultiert. Und was sie nicht nur technisch, sondern auch hinsichtlich Songwriting auf dem Kasten haben, zeigen sie unter anderem bei meinem Anspieltipp "Ego Sum Lead", einem fantastischen Stück, dass das gesamte Potenzial dieser Musiker unter Beweis stellt. Für mich eine der kommenden Black-Metal-Größen! (jb)




