Nump - Reflections
Im beiliegenden Info ziehend die Würzburger Nump zwar vergleiche in Richtung rockiger Acts wie Nickelback und Creed, damit liegen sie ob der oft derben Riffs dann aber glücklicherweise daneben. Richtig haarsträubend ist dann der Vergleich in Richtung Pink Flyod, der ebenso im Info auftaucht... In Verbindung mit dem abwechslungsreichen Gesang von Christian Seynstahl rücken eher Stone Sour als Vergleichspartner in realistische Nähe. Was an "Reflections" aber besonders verwundert ist der fette und professionelle Sound. OK, das ist bereits das zweite Album der Formation, aber nichtsdestotrotz stemmen sie die Veröffentlichung selbst, haben also kein finanzkräftiges Label im Rücken. Und selbst eine Hürde wie die gefühlvolle Ballade, die die ein oder andere ambitionierte Band gerne mal reißt, nehmen sie souverän, "Depressions" ist eines der zahlreichen Highlights und wird zurecht nicht im hinteren Teil des Albums versteckt. Das folgende "Fuck Perfection" prescht dann in die entgegengesetzte Richtung und haut mit Pantera-artigem Geriffe richtig auf die Kacke. Erfreulicherweise geht dem Album mit steigender Tracknummer keinesfalls die kreative Puste aus, "Judgement Day" rangiert an zehnter Stelle und ist mit immensem Ohrwurmpotential ein weiteres Highlight. Zum Abschluss gibts dann mit "Pyting Space" einen weiteren balladesken Track, der mit Akustikgitarren eingeleitet dann aber vom Piano dominiert wird. Zur optimalen Soundkulisse kommen noch ein gekonntes Artwork und eine liebevolle und hochwertige Digipack-Verpackung. (tj)




