My Morning Jacket - Evil Urges
Also ich weiß nicht, was ich von der neuen My Morning Jacket halten soll. Der Titel und auch das optimal dazu passende Coverartwork ließen eigentlich auf eine erfreuliche Fortsetzung der Bandarbeit schließen, aber auf "Evil Urges" gibt es leider immer wieder mal Momente, wo es mir dann doch zu viel des "Guten" ist. Der Vorgänger "Z" war mit seinem Mix aus Indierock, Country, Reggae und Soul ja schon recht bunt, schaffte es aber trotzdem zu einem halbwegs homogenen Gesamteindruck, das neue Album schockt einen dann aber (zu) oft. Gleich der titelgebende Opener präsentiert Falsettgesang, den sonst an sich nur wenige, wie etwa Prince, straffrei anbringen dürfen. Und der dritte Track "Highly Suspicious" ist genau das (nomen est mal wieder Omen!) und frönt mit seinem funkigen Ansatz noch mehr dem bereits genannten Kleinwüchsigen. Unterm Stich ist das eine deutliche Weiterentwicklung in die falsche Richtung bei gleichzeitigem außer acht lassen bisheriger Trademarks. Wo sind die spaceigen Gitarrenparts und die wunderbaren Harmonien im Gesang von Jim James? Weit hinten verstecken sie mit "Aluminium Park" einen Song, der nah rankommt an alte Taten, der kann aber auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Album eine Enttäuschung ist. (tj)




