Tarantism - dto.
Mit so einem Bandnamen startet man bei Cineasten automatisch mit gehörig Sympathievorsprung. Und die vier Aalener Herren gehen auch sonst sehr sympathisch zu Werke. Ihr (soweit ich weiß) erster Tonträger wurde über drei Tage im bandeigenen Proberaum live eingespielt, was im Umkehrschluss dann aber hier glücklicherweise nicht mit schlechtem Sound gleichzusetzen ist. Ganz im Gegenteil, der authentisch-erdige Live-Sound steht der Band sehr gut, die Instrumente sind alle prima hörbar und der Gesang wurde optimal integriert. Auf ihrer MySpace-Seite (www.myspace.com/tarantismaa) heisst es „In den Songs von Tarantism pfeifen Melodien wie Winde durch die Finger und sind in jedem Moment spürbar. Die vier Jungs erfinden kein neues Genre, aber zeigen ihre Liebe zur Musik durch die Authentizität und Energie in ihren Liedern.“ – und da kann man ja dann nur noch ein Häkchen und Ausrufezeichen dahinter machen. Andere Leute würde das wohl Emo nennen, manchmal winken auch die Deftones ein bisschen (siehe „Rowing“). Die fünf gitarrengeprägten Songs gehen auf jeden Fall direkt in die Beine und gesangstechnisch wechselt sich Melodisches mit wütendem Geschrei ab. Klasse ist auch die gelungene DIY-Verpackung, ein schlichter weißer Pappschuber, vorne und hinten mit rotem Stempel versehen und zur CD ein zweifarbiges (schwarz und blutiges rot, da sind wir wieder bei Onkel Quentin!) Infoblatt – langt völlig, ist schlicht und kommt trotzdem stylish daher! (tj)




