Morbus Down - Einundzwanzig
Morbus Down aus Kiel können schon auf eine über 10-jährige Karriere zurück blicken. Gegründet wurde die Band bereits 1995, nach einigen Besetzungswechseln hat man es allerdings erst 2005 geschafft auf professionellerem Niveau Platten aufzunehmen. Ihr zweites Album liegt nun in Form von "Einundzwanzig" vor. Wie der Titel schon nahe legt, verfassen die Jungs ihre Texte komplett in Deutsch. Eine Vorgehensweise die in ihrem Genre recht selten ist. Stilistisch kombiniert die Band Hardcore mit Thrash Metal, ohne jedoch dabei an typischen Metalcore zu erinnern, eher erinnert mich die Band an frühe Thrash/Crossover Bands mit stärkerer Punk Prägung. Das kann sowohl melodische als auch ziemlich wütende Ausprägungen haben. Die Vocals sind meist recht aggressives Hardcore Shouting, das aber durch melodischen Gesang von Seiten des Drummers ergänzt wird. Prinzipiell ist mir die Band sympathisch, was sie jedoch als Album abliefern, klingt oft nach gut gemeint, aber nicht gekonnt. Die melodischen Punk-Riffs sind ziemlich blass und Ideenlos, den metallischen Parts fehlt es an Biss und das Zusammenspiel der Band weißt stellenweise eklatante Probleme im Timing auf. Einzig Shouter Carsten wartet mit einer überzeugenden Stimme auf. Für seine Texte hingegen gilt ähnliches wie bereits erwähnt. Gute Themen, schwache Umsetzung. Sein melodisch singender Counterpart sollte sich ebenfalls besser aufs Schlagzeug Spiel konzentrieren. Die Produktion ist ebenfalls recht unausgewogen ausgefallen. Hier gibt es also noch einiges zu tun für die Band. Ab in den Proberaum. (rg)




